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    Sternsingen – unterwegs für die gute Sache

    „Die Friedensbotschaft soll euch begleiten, bei Freude und durch alle Bitterkeiten. Soll Hoffnung euch spenden und alles zum Guten wenden.“ (Caspar) Rund um den Jahreswechsel sind wieder Caspar, Melchior und Balthasar landauf, landab im Auftrag der guten Sache unterwegs. Zwischen Weihnachten und Dreikönig gehen sie von Haus zu Haus und überbringen Glück- und Segenswünsche. Ziel der Aktion ist es, Spenden für hilfsbedürftige Menschen zu sammeln. Es ist ein langer Tag für die Mitwirkenden. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige besuchen sie zahlreiche Haushalte. Sie singen fromme Lieder oder sagen Sprüche auf, überbringen Segenswünsche und schenken den Weihrauchkessel. Auf jedem Türstock hinterlassen sie ihre Botschaft „C+ M+ B“ samt Jahreszahl. Das…

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    Räuchern – altes Ritual in den Raunächten

    Räuchern – altes Ritual in den Raunächten In der Zeit der Raunächte wird in Tirol seit Jahrhunderten das Räuchern praktiziert. Die Raunächte gehen auf die Zeitrechnung des Mondjahrs zurück, das nur 354 Tage hatte. Auf das Sonnenjahr (365 Tage) fehlten also ein paar Nächte, die Raunächte. Sie wurden quasi eingeschoben, um das Jahr vollständig zu machen. Die wichtigsten Raunächte sind von 21. auf 22. Dezember (Wintersonnenwende), von 24. auf 25. Dezember (Heiliger Abend), von 31. Dezember auf 1. Jänner (Silvester) und von 5. auf den 6. Jänner (Erscheinung des Herrn). Den Raunächten haftete etwas Mystisches an, in den Ritualen mischten sich christlicher Glaube und Aberglaube. In dieser Zeit öffnet sich,…

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    Tiroler Zelten

    Im Advent werden landauf landab Köstlichkeiten gebacken, wie Lebkuchen, Kekse u.v.m. Ein traditionelles Festtagsgebäck sind die Tiroler Zelten, eine Brotspezialität. Zelten sind mehr als nur ein Gebäck, denn sie spielten früher in der Volkskultur bzw. im Volksglauben eine sehr wichtige Rolle. Daher waren feste Regeln dafür vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt für das Zeltenbacken variierte je nach Region, in vielen Gegenden war es der 21. Dezember (Tag des Hl. Thomas und zugleich längste Nacht des Jahres). Auch das letzte Anschneiden der Zelten hat in den Regionen traditionell einen festen Zeitpunkt, z. B. den 20. Jänner (Tag des Hl. Sebastian). Sogar die Brösel (Brotkrümel) der Zelten hatten im bäuerlichen Glauben einen besonderen…

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    Barbarazweige im Advent

    Die Menschen im Ridnauntal sind seit Jahrhunderten tief mit dem Bergbau verbunden. Obwohl das Bergwerk Schneeberg heute nur noch als Schaubetrieb existiert, leben die Traditionen in der Region fort. Die Schutzheilige des Bergbaus ist die Heilige Barbara. Im Advent spielt sie allerdings auch für viele andere Menschen eine besondere Rolle. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, werden Zweige von Apfel-, Kirsch- oder anderen Bäumen gepflückt und an einem warmen Platz im Haus ins Wasser gestellt. Die Hoffnung ist, dass diese „Barbarazweige“ bis zum 24. Dezember aufblühen. Dann ist, so lautet der Volksglaube, im kommenden Jahr für Glück gesorgt. Entstanden ist der Brauch aus einer Legende. Der zufolge lebte Barbara von Nikomedien…

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    Erntedank

    Der Herbst färbt das Laub golden und rot. Es ist eine geschäftige Zeit, in der noch die letzten Ernten eingefahren werden, bevor allmählich Ruhe auf dem Feld und in der Natur einkehrt. Im September und im Oktober findet in Südtirol die Weinlese statt, von den Einheimischen „Wimmen“ genannt. Bis Oktober werden noch späte Apfelsorten, wie Granny Smith oder Morgenduft, Kastanien, späte Erdäpfelsorten und andere Früchte geerntet. Es ist eine Zeit der Freude, aber auch der Dankbarkeit. Allerorts werden Erntedankfeste und Gottesdienste gefeiert, um in traditionell christlicher Manier Gott für die Gaben zu danken, die der Natur durch harte Arbeit abgerungen werden konnten. Die Erntedankfeste werden auch genutzt, um die eigenen…

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    „Keschtn“ –saisonaler Hochgenuss

    Wenn sich in Südtirol im Herbst das Laub golden und rot färbt und die Tage kürzer werden, dann haben die „Keschtn“ Saison. Edelkastanien, auch Maroni oder auf tirolerisch „Keschtn“ genannt, gedeihen besonders im Eisacktal, rund um den Kalterer See und im Etschtal. In vielen Orten wird die Kastanienzeit regelrecht zelebriert, z. B. bei den Kastanienwochen im Eisacktal, wo es rund um das Thema geführte Wanderungen, Konzerte und natürlich tolles Essen gibt. Die stattlichen Kastanienbäume können 500 bis 600 Jahre, im Einzelfall sogar 1000 Jahre alt werden. Die römische Kultur sorgte in der Antike für die weite Verbreitung der Kastanie, die eine günstige und sättigende Nahrungsquelle bot. Im 20. Jahrhundert schädigte…

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    An apple a day…

    … keeps the doctor away. Südtirol bzw. das nahegelegene Eisacktal sind bekannt für den Apfelanbau. Diese uralte Kulturfrucht erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und kann sich zwischen exotischen und ausgefallenen Obstsorten behaupten. Obwohl sich die meisten Sorten bei richtiger Lagerung sehr lange halten, ist der Herbst die beste Zeit, um die frisch geernteten Äpfel zu genießen. In der Region haben sich unzählige Spezialitäten und Köstlichkeiten entwickelt. Neben Kuchen und Süßspeisen, Apfelmus und -kompott werden auch als Saft, Apfelwein und Apfelessig produziert. Eine beliebte Köstlichkeit aus der heimischen Küche sind z. B. „Apfelkiachl“, auch „Apfelradl“ genannt. Das sind Apfelscheiben, die in köstlichem Backteig in Öl goldbraun gebacken werden. Im…

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    Törggelen – so schmeckt der Herbst

    Im Herbst, zur Zeit der Weinlese, gibt es in Südtirol das Törggelen. Dabei wird der frische Traubensaft verkostet. Ausgiebig verkostet wird im Verlauf des Herbstes natürlich auch der junge Wein. Ursprünglich wurden alle Erntehelfer nach der Weinlese zu einem Festschmaus eingeladen, auch beim Essen und Trinken mussten schließlich alle fleißig zusammenhelfen… Das seltsame Wort „Törggelen“ kommt aber nicht von torkeln, sondern vom lateinischen Wort „torquere“ (pressen). Viele meinen, dieser Brauch habe seinen Ursprung im Eisacktal, wo die Winzer die Verkostung vom kalten ungemütlichen Weinkeller in die warme Stube verlegt und mit südtiroler Gastlichkeit verbunden hätten. So ganz genau lässt es sich heute aber nicht mehr sagen. Finden kann man den…

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    Die Ladiner

    In Südtirol sind die tiroler Kultur und die italienischen Einflüsse nicht zu übersehen. Aber hier lebt noch eine kleine Volksgruppe mit einer eigenen Sprache und Tradition, nämlich jene der Ladiner. Ladinisch ist die älteste Sprache in Südtirol, sie entstand in der Antike aus einer Mischung aus dem Keltischen mit dem Latein der Römer. In der Zeit der Völkerwanderung wurde das Ladinische mehr und mehr zurückgedrängt. Nur in einigen entlegenen Dolomitentälern konnte es überdauern. Heute gibt es etwa 30.000 Menschen, die Ladinisch als Muttersprache haben, sie sind damit eine der kleinsten Sprachgruppen Europas. Ihre Heimat liegt hauptsächlich um das Sella-Massiv, in den fünf Tälern, die sich sternförmig von dort aus in…

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    Es gibt Fleisch

    Aus einer südtiroler Speisekammer sind Fleisch- und Wurstspezialitäten kaum wegzudenken. Früher gab es für die meisten Menschen in der Region nur selten, oft nur an hohen Feiertagen Fleisch. Ohne Kühl- oder Tiefkühlschrank oder Vakuumverpackung waren Räuchern und Trocknen die einzigen Möglichkeiten, um es zu konservieren. Inzwischen wurden diese Verarbeitungsformen kultiviert, sodass südtiroler Schinkenspeck und Kaminwurzen zu weithin begehrten Delikatessen geworden sind. Der berühmte italienische Prosciutto hat ohnehin längst seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Das Räuchern hat seine Wurzeln im nördlichen, alpinen Raum, das Lufttrocknen ist italienischen Ursprungs, wo warme Winde seit langer Zeit dazu genutzt werden, um Fleisch und Fisch haltbar zu machen. Diese Verarbeitungsformen konservieren nicht nur, sondern…