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Erntedank

Der Herbst färbt das Laub golden und rot. Es ist eine geschäftige Zeit, in der noch die letzten Ernten eingefahren werden, bevor allmählich Ruhe auf dem Feld und in der Natur einkehrt. Im September und im Oktober findet in Südtirol die Weinlese statt, von den Einheimischen „Wimmen“ genannt. Bis Oktober werden noch späte Apfelsorten, wie Granny Smith oder Morgenduft, Kastanien, späte Erdäpfelsorten und andere Früchte geerntet. Es ist eine Zeit der Freude, aber auch der Dankbarkeit. Allerorts werden Erntedankfeste und Gottesdienste gefeiert, um in traditionell christlicher Manier Gott für die Gaben zu danken, die der Natur durch harte Arbeit abgerungen werden konnten. Die Erntedankfeste werden auch genutzt, um die eigenen Produkte und Verarbeitungsmethoden zu präsentieren. In Bozen wird z. B. ein großes Fest gefeiert, bei dem eine Vielzahl an Säften, Weinen, Schnäpsen, Milchprodukten, Aufstrichen und Marmeladen, Honig, Kräutern, Wurstwaren u.v.m. angeboten wird. Eine wahre Leistungsschau der heimischen Landwirtschaft!

Allerorts werden Erntedankfeste und Gottesdienste gefeiert.

In den kleineren Orten geht es beschaulicher zu. Unter der Beteiligung großer Teile der Bevölkerung werden Feldfrüchte, Getreide und Obst, aber auch Mehl, Honig oder Wein dekorativ in der Kirche aufgestellt. Oft wird eine Erntedankkrone geflochten und in einer feierlichen Prozession durch den Ort zur Kirche getragen, wo anschließend der gemeinsame Gottesdienst gefeiert wird.
Auch in vorchristlicher Zeit bzw. in anderen Kulturen gab bzw. gibt es ähnliche Bräuche. Sie entspringen dem Bewusstsein, dass eine gute Ernte und damit eine gute Versorgung nicht allein von der eigenen Arbeit abhängen, sondern auch von guten Wetter- und Umweltbedingungen.

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