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    Der Sagenkönig Laurin

     Die Sage von König Laurin und seinem Rosengarten kennt in Südtirol praktisch jedes Kind. Sie ist eine der berühmtesten Legenden des Landes und hat durch eine Verfilmung aus dem Jahr 2016 noch größere Bekanntheit erlangt. Die Geschichte gibt es einerseits als mittelhochdeutsches Heldenepos, andererseits als volkstümliche (mündliche) Überlieferung. Das Heldenepos aus dem 13. Jhd. wurde bis ins 16. Jhd. in mehreren Handschriften und Drucken festgehalten, darunter auch eine tschechische und eine dänische Version. Aus diesen Schriften ergeben sich fünf Versionen der Geschichte. Laurin soll einst in den Dolomiten über ein Volk von Zwergen geherrscht haben, das im Inneren der Berge nach Kristallen, Silber und Gold suchte. In einem Schuttkar zwischen…

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    Zirbeler – der Klassiker auf der Alm

    Der Zirbeler oder Zirbenschnaps – eigentlich handelt es sich dabei um einen Likör – ist der Klassiker auf jeder Alm. Die Zirbe ist ein Nadelbaum, der nur im hochalpinen Raum vorkommt und an seinem unverwechselbaren Geruch erkennbar ist.  Für den Zirbeler werden die Zapfen verwendet, die gar nicht so leicht zu bekommen sind. Man muss zumeist hoch hinauf in die Baumkrone gelangen, um sie zu pflücken. Das kann zu einem riskanten Abenteuer werden. Außerdem gibt es in den verschiedenen Ländern des Alpenraums unterschiedliche Bestimmungen, die das Mitnehmen der Zirbenzapfen regulieren. In Südtirol ist das Sammeln für den Eigenbedarf erlaubt. Gelegentlich werden die Zapfen im Sommer auch zum Kauf angeboten. Die…

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    Eierschwammerl oder Finferli?

    In Südtirol treffen tiroler und italienische Lebensart aufeinander und bilden eine einzigartige Kombination. Das merkt man besonders an der herzlichen Gastlichkeit und natürlich in den Töpfen und Pfannen der Landesküche. Ein großartiges Beispiel dafür sind die Eierschwammerl (Pfifferlinge), auf Italienisch Finferli genannt. Sie haben von Juni bis Oktober Saison und gehörten zu den beliebtesten Speisepilzen überhaupt. In Tirol werden sie gerne mit Ei oder als würziges Eierschwammerlgulasch mit Petersilienerdäpfel oder Semmelknödel serviert. Auch in einem Gröstl oder einem Ragout mit Fleisch lassen sie sich toll verarbeiten. In Norditalien wandern die Finferli gerne in Risotto- und Pastagerichte. Eine köstliche südtiroler Variante sind Erdäpfelteigtascherln mit Eierschwammerl. Für den Teig werden mehlige Erdäpfel…

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    Südtiroler Kaspressknödel

    Kaspressknödel sind ein Dauerbrenner in den heimischen Küchen. Sie können schnell aus einfachen Zutaten gemacht werden und schmecken der ganzen Familie. Zutaten: 150 g Knödelbrot (eventuell können trockenes Weißbrot oder Semmeln kleingeschnitten werden) 1/8 Liter Milch 100 g Käse, z. B. Südtiroler Berg- oder Graukäse 2 Eier etwas Mehl für den Teig Salz und Pfeffer sowie Schnittlauch und/oder Petersilie nach Geschmack 5-10 g Butter etwas Butterschmalz zum Braten Für die Kaspressknödel muss man Zwiebel klein schneiden und in etwas Butter anbraten. Die Milch wird zum Kochen gebracht und vom Herd genommen. Darin wird ein Teil des Käses, den man fein gerieben hat, zum Schmelzen gebracht. Der übrige Käse wird würfelig…

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    Fasching: Zeit der Heiterkeit und Sorglosigkeit

    Im Fasching kann man noch einmal ordentlich über die Stränge schlagen, bevor die Fastenzeit kommt. In Südtirol haben sich dazu einige urtümliche Traditionen entwickelt. In vielen Orten gipfelt die närrische Zeit in lustigen bunten Umzügen, bei denen es ausgelassen und wild zugeht. Lustig und oft auch feucht-fröhlich sind auch die Maskenbälle und Kostümfeste. Natürlich lieben auch die Kinder den Fasching ganz besonders, wenn sie sich als ihre Lieblingsfigur verkleiden können und bei Kindermaskenbällen lustige Spiele gespielt werden. Und was wäre der Fasching ohne Krapfen? Wie in vielen anderen Regionen werden auch in Südtirol gerne Germteigkrapfen verspeist. Aber die hiesige Küche hat einen wahren Schatz an Krapfenvariationen zu bieten. Mit verschiedenen…

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    Die Bergrettung – Helfer in der Not

    Gäste und Einheimische lieben und schätzen die südtiroler Bergwelt und ihre unerschöpflichen Möglichkeiten für Sport und Freizeit. Wandern, Klettern, Skitouren, Paragleiten oder Canyoning bieten Action und Abenteuer oder inneren Ausgleich und tolle Natur- und Landschaftserlebnisse. Trotz alledem ist die Bergwelt kein Spielplatz. Wetterumschwünge, unsichere Schneelagen, Verletzungen oder gesundheitliche Probleme in exponierten Lagen können rasch zur gefährlichen Falle werden. Im Notfall leistet die Bergrettung Hilfe. Fast 1000 Mitglieder in 35 Bergrettungsstellen, die täglich rund um die Uhr abrufbar sind, zählt der Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol. Auch in Ridnaun gibt es seit 1976 eine eigene Bergrettungsstelle, die heute über vierzig Aktive zählt. Ihr Einsatzgebiet deckt fast 200 km² ab. Die Helferinnen und…

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    Klöppeln – altes Handwerk mit großer Geschichte

    Spitze zu klöppeln, oder zu „kleckeln“ wie man in Südtirol sagt, ist eine eigenständige große Kunst. Dabei werden Leinengarn-Fäden auf dem Klöppelkissen, dem so genannten „Pinggl“ festgesteckt. An den Enden der Fäden hängen die „Klöppel“. Das sind kleine Garnspulen, mit deren Hilfe in mühevoller stundenlanger Kleinarbeit die Fäden eingedreht und verknotet werden, wodurch ein Muster entsteht. Früher wurde in Südtirol besonders im Winter von Frauen eifrig geklöppelt, um zum Familieneinkommen beizutragen. Schon 1830 wurde es in „Schütz’s Allgemeiner Erdkunde“ erwähnt: „Das klöppeln der Zwirnspitzen betreiben im Winter 50 Weibspersonen im Grödnerthale (…); sie verwenden dazu Linzerzwirne und verkaufen ihre Spitzen durch hausirende Grödnerinnen in Tirol. Auch im Landgerichte Taufers und…

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    Sternsingen – unterwegs für die gute Sache

    „Die Friedensbotschaft soll euch begleiten, bei Freude und durch alle Bitterkeiten. Soll Hoffnung euch spenden und alles zum Guten wenden.“ (Caspar) Rund um den Jahreswechsel sind wieder Caspar, Melchior und Balthasar landauf, landab im Auftrag der guten Sache unterwegs. Zwischen Weihnachten und Dreikönig gehen sie von Haus zu Haus und überbringen Glück- und Segenswünsche. Ziel der Aktion ist es, Spenden für hilfsbedürftige Menschen zu sammeln. Es ist ein langer Tag für die Mitwirkenden. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige besuchen sie zahlreiche Haushalte. Sie singen fromme Lieder oder sagen Sprüche auf, überbringen Segenswünsche und schenken den Weihrauchkessel. Auf jedem Türstock hinterlassen sie ihre Botschaft „C+ M+ B“ samt Jahreszahl. Das…

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    Tiroler Zelten

    Im Advent werden landauf landab Köstlichkeiten gebacken, wie Lebkuchen, Kekse u.v.m. Ein traditionelles Festtagsgebäck sind die Tiroler Zelten, eine Brotspezialität. Zelten sind mehr als nur ein Gebäck, denn sie spielten früher in der Volkskultur bzw. im Volksglauben eine sehr wichtige Rolle. Daher waren feste Regeln dafür vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt für das Zeltenbacken variierte je nach Region, in vielen Gegenden war es der 21. Dezember (Tag des Hl. Thomas und zugleich längste Nacht des Jahres). Auch das letzte Anschneiden der Zelten hat in den Regionen traditionell einen festen Zeitpunkt, z. B. den 20. Jänner (Tag des Hl. Sebastian). Sogar die Brösel (Brotkrümel) der Zelten hatten im bäuerlichen Glauben einen besonderen…

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    Barbarazweige im Advent

    Die Menschen im Ridnauntal sind seit Jahrhunderten tief mit dem Bergbau verbunden. Obwohl das Bergwerk Schneeberg heute nur noch als Schaubetrieb existiert, leben die Traditionen in der Region fort. Die Schutzheilige des Bergbaus ist die Heilige Barbara. Im Advent spielt sie allerdings auch für viele andere Menschen eine besondere Rolle. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, werden Zweige von Apfel-, Kirsch- oder anderen Bäumen gepflückt und an einem warmen Platz im Haus ins Wasser gestellt. Die Hoffnung ist, dass diese „Barbarazweige“ bis zum 24. Dezember aufblühen. Dann ist, so lautet der Volksglaube, im kommenden Jahr für Glück gesorgt. Entstanden ist der Brauch aus einer Legende. Der zufolge lebte Barbara von Nikomedien…