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    Fasching: Zeit der Heiterkeit und Sorglosigkeit

    Im Fasching kann man noch einmal ordentlich über die Stränge schlagen, bevor die Fastenzeit kommt. In Südtirol haben sich dazu einige urtümliche Traditionen entwickelt. In vielen Orten gipfelt die närrische Zeit in lustigen bunten Umzügen, bei denen es ausgelassen und wild zugeht. Lustig und oft auch feucht-fröhlich sind auch die Maskenbälle und Kostümfeste. Natürlich lieben auch die Kinder den Fasching ganz besonders, wenn sie sich als ihre Lieblingsfigur verkleiden können und bei Kindermaskenbällen lustige Spiele gespielt werden. Und was wäre der Fasching ohne Krapfen? Wie in vielen anderen Regionen werden auch in Südtirol gerne Germteigkrapfen verspeist. Aber die hiesige Küche hat einen wahren Schatz an Krapfenvariationen zu bieten. Mit verschiedenen…

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    Die Bergrettung – Helfer in der Not

    Gäste und Einheimische lieben und schätzen die südtiroler Bergwelt und ihre unerschöpflichen Möglichkeiten für Sport und Freizeit. Wandern, Klettern, Skitouren, Paragleiten oder Canyoning bieten Action und Abenteuer oder inneren Ausgleich und tolle Natur- und Landschaftserlebnisse. Trotz alledem ist die Bergwelt kein Spielplatz. Wetterumschwünge, unsichere Schneelagen, Verletzungen oder gesundheitliche Probleme in exponierten Lagen können rasch zur gefährlichen Falle werden. Im Notfall leistet die Bergrettung Hilfe. Fast 1000 Mitglieder in 35 Bergrettungsstellen, die täglich rund um die Uhr abrufbar sind, zählt der Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol. Auch in Ridnaun gibt es seit 1976 eine eigene Bergrettungsstelle, die heute über vierzig Aktive zählt. Ihr Einsatzgebiet deckt fast 200 km² ab. Die Helferinnen und…

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    Klöppeln – altes Handwerk mit großer Geschichte

    Spitze zu klöppeln, oder zu „kleckeln“ wie man in Südtirol sagt, ist eine eigenständige große Kunst. Dabei werden Leinengarn-Fäden auf dem Klöppelkissen, dem so genannten „Pinggl“ festgesteckt. An den Enden der Fäden hängen die „Klöppel“. Das sind kleine Garnspulen, mit deren Hilfe in mühevoller stundenlanger Kleinarbeit die Fäden eingedreht und verknotet werden, wodurch ein Muster entsteht. Früher wurde in Südtirol besonders im Winter von Frauen eifrig geklöppelt, um zum Familieneinkommen beizutragen. Schon 1830 wurde es in „Schütz’s Allgemeiner Erdkunde“ erwähnt: „Das klöppeln der Zwirnspitzen betreiben im Winter 50 Weibspersonen im Grödnerthale (…); sie verwenden dazu Linzerzwirne und verkaufen ihre Spitzen durch hausirende Grödnerinnen in Tirol. Auch im Landgerichte Taufers und…

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    Sternsingen – unterwegs für die gute Sache

    „Die Friedensbotschaft soll euch begleiten, bei Freude und durch alle Bitterkeiten. Soll Hoffnung euch spenden und alles zum Guten wenden.“ (Caspar) Rund um den Jahreswechsel sind wieder Caspar, Melchior und Balthasar landauf, landab im Auftrag der guten Sache unterwegs. Zwischen Weihnachten und Dreikönig gehen sie von Haus zu Haus und überbringen Glück- und Segenswünsche. Ziel der Aktion ist es, Spenden für hilfsbedürftige Menschen zu sammeln. Es ist ein langer Tag für die Mitwirkenden. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige besuchen sie zahlreiche Haushalte. Sie singen fromme Lieder oder sagen Sprüche auf, überbringen Segenswünsche und schenken den Weihrauchkessel. Auf jedem Türstock hinterlassen sie ihre Botschaft „C+ M+ B“ samt Jahreszahl. Das…

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    Tiroler Zelten

    Im Advent werden landauf landab Köstlichkeiten gebacken, wie Lebkuchen, Kekse u.v.m. Ein traditionelles Festtagsgebäck sind die Tiroler Zelten, eine Brotspezialität. Zelten sind mehr als nur ein Gebäck, denn sie spielten früher in der Volkskultur bzw. im Volksglauben eine sehr wichtige Rolle. Daher waren feste Regeln dafür vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt für das Zeltenbacken variierte je nach Region, in vielen Gegenden war es der 21. Dezember (Tag des Hl. Thomas und zugleich längste Nacht des Jahres). Auch das letzte Anschneiden der Zelten hat in den Regionen traditionell einen festen Zeitpunkt, z. B. den 20. Jänner (Tag des Hl. Sebastian). Sogar die Brösel (Brotkrümel) der Zelten hatten im bäuerlichen Glauben einen besonderen…

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    Barbarazweige im Advent

    Die Menschen im Ridnauntal sind seit Jahrhunderten tief mit dem Bergbau verbunden. Obwohl das Bergwerk Schneeberg heute nur noch als Schaubetrieb existiert, leben die Traditionen in der Region fort. Die Schutzheilige des Bergbaus ist die Heilige Barbara. Im Advent spielt sie allerdings auch für viele andere Menschen eine besondere Rolle. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, werden Zweige von Apfel-, Kirsch- oder anderen Bäumen gepflückt und an einem warmen Platz im Haus ins Wasser gestellt. Die Hoffnung ist, dass diese „Barbarazweige“ bis zum 24. Dezember aufblühen. Dann ist, so lautet der Volksglaube, im kommenden Jahr für Glück gesorgt. Entstanden ist der Brauch aus einer Legende. Der zufolge lebte Barbara von Nikomedien…

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    Erntedank

    Der Herbst färbt das Laub golden und rot. Es ist eine geschäftige Zeit, in der noch die letzten Ernten eingefahren werden, bevor allmählich Ruhe auf dem Feld und in der Natur einkehrt. Im September und im Oktober findet in Südtirol die Weinlese statt, von den Einheimischen „Wimmen“ genannt. Bis Oktober werden noch späte Apfelsorten, wie Granny Smith oder Morgenduft, Kastanien, späte Erdäpfelsorten und andere Früchte geerntet. Es ist eine Zeit der Freude, aber auch der Dankbarkeit. Allerorts werden Erntedankfeste und Gottesdienste gefeiert, um in traditionell christlicher Manier Gott für die Gaben zu danken, die der Natur durch harte Arbeit abgerungen werden konnten. Die Erntedankfeste werden auch genutzt, um die eigenen…

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    „Keschtn“ –saisonaler Hochgenuss

    Wenn sich in Südtirol im Herbst das Laub golden und rot färbt und die Tage kürzer werden, dann haben die „Keschtn“ Saison. Edelkastanien, auch Maroni oder auf tirolerisch „Keschtn“ genannt, gedeihen besonders im Eisacktal, rund um den Kalterer See und im Etschtal. In vielen Orten wird die Kastanienzeit regelrecht zelebriert, z. B. bei den Kastanienwochen im Eisacktal, wo es rund um das Thema geführte Wanderungen, Konzerte und natürlich tolles Essen gibt. Die stattlichen Kastanienbäume können 500 bis 600 Jahre, im Einzelfall sogar 1000 Jahre alt werden. Die römische Kultur sorgte in der Antike für die weite Verbreitung der Kastanie, die eine günstige und sättigende Nahrungsquelle bot. Im 20. Jahrhundert schädigte…

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    An apple a day…

    … keeps the doctor away. Südtirol bzw. das nahegelegene Eisacktal sind bekannt für den Apfelanbau. Diese uralte Kulturfrucht erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und kann sich zwischen exotischen und ausgefallenen Obstsorten behaupten. Obwohl sich die meisten Sorten bei richtiger Lagerung sehr lange halten, ist der Herbst die beste Zeit, um die frisch geernteten Äpfel zu genießen. In der Region haben sich unzählige Spezialitäten und Köstlichkeiten entwickelt. Neben Kuchen und Süßspeisen, Apfelmus und -kompott werden auch als Saft, Apfelwein und Apfelessig produziert. Eine beliebte Köstlichkeit aus der heimischen Küche sind z. B. „Apfelkiachl“, auch „Apfelradl“ genannt. Das sind Apfelscheiben, die in köstlichem Backteig in Öl goldbraun gebacken werden. Im…

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    Die Ladiner

    In Südtirol sind die tiroler Kultur und die italienischen Einflüsse nicht zu übersehen. Aber hier lebt noch eine kleine Volksgruppe mit einer eigenen Sprache und Tradition, nämlich jene der Ladiner. Ladinisch ist die älteste Sprache in Südtirol, sie entstand in der Antike aus einer Mischung aus dem Keltischen mit dem Latein der Römer. In der Zeit der Völkerwanderung wurde das Ladinische mehr und mehr zurückgedrängt. Nur in einigen entlegenen Dolomitentälern konnte es überdauern. Heute gibt es etwa 30.000 Menschen, die Ladinisch als Muttersprache haben, sie sind damit eine der kleinsten Sprachgruppen Europas. Ihre Heimat liegt hauptsächlich um das Sella-Massiv, in den fünf Tälern, die sich sternförmig von dort aus in…