Klöppeln – altes Handwerk mit großer Geschichte

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Spitze zu klöppeln, oder zu „kleckeln“ wie man in Südtirol sagt, ist eine eigenständige große Kunst. Dabei werden Leinengarn-Fäden auf dem Klöppelkissen, dem so genannten „Pinggl“ festgesteckt. An den Enden der Fäden hängen die „Klöppel“. Das sind kleine Garnspulen, mit deren Hilfe in mühevoller stundenlanger Kleinarbeit die Fäden eingedreht und verknotet werden, wodurch ein Muster entsteht. Früher wurde in Südtirol besonders im Winter von Frauen eifrig geklöppelt, um zum Familieneinkommen beizutragen. Schon 1830 wurde es in „Schütz’s Allgemeiner Erdkunde“ erwähnt: …

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Sternsingen – unterwegs für die gute Sache

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„Die Friedensbotschaft soll euch begleiten, bei Freude und durch alle Bitterkeiten. Soll Hoffnung euch spenden und alles zum Guten wenden.“ (Caspar) Rund um den Jahreswechsel sind wieder Caspar, Melchior und Balthasar landauf, landab im Auftrag der guten Sache unterwegs. Zwischen Weihnachten und Dreikönig gehen sie von Haus zu Haus und überbringen Glück- und Segenswünsche. Ziel der Aktion ist es, Spenden für hilfsbedürftige Menschen zu sammeln. Es ist ein langer Tag für die Mitwirkenden. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige besuchen …

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Räuchern – altes Ritual in den Raunächten

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Räuchern – altes Ritual in den Raunächten In der Zeit der Raunächte wird in Tirol seit Jahrhunderten das Räuchern praktiziert. Die Raunächte gehen auf die Zeitrechnung des Mondjahrs zurück, das nur 354 Tage hatte. Auf das Sonnenjahr (365 Tage) fehlten also ein paar Nächte, die Raunächte. Sie wurden quasi eingeschoben, um das Jahr vollständig zu machen. Die wichtigsten Raunächte sind von 21. auf 22. Dezember (Wintersonnenwende), von 24. auf 25. Dezember (Heiliger Abend), von 31. Dezember auf 1. Jänner (Silvester) …

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Tiroler Zelten

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Im Advent werden landauf landab Köstlichkeiten gebacken, wie Lebkuchen, Kekse u.v.m. Ein traditionelles Festtagsgebäck sind die Tiroler Zelten, eine Brotspezialität. Zelten sind mehr als nur ein Gebäck, denn sie spielten früher in der Volkskultur bzw. im Volksglauben eine sehr wichtige Rolle. Daher waren feste Regeln dafür vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt für das Zeltenbacken variierte je nach Region, in vielen Gegenden war es der 21. Dezember (Tag des Hl. Thomas und zugleich längste Nacht des Jahres). Auch das letzte Anschneiden der …

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Barbarazweige im Advent

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Die Menschen im Ridnauntal sind seit Jahrhunderten tief mit dem Bergbau verbunden. Obwohl das Bergwerk Schneeberg heute nur noch als Schaubetrieb existiert, leben die Traditionen in der Region fort. Die Schutzheilige des Bergbaus ist die Heilige Barbara. Im Advent spielt sie allerdings auch für viele andere Menschen eine besondere Rolle. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, werden Zweige von Apfel-, Kirsch- oder anderen Bäumen gepflückt und an einem warmen Platz im Haus ins Wasser gestellt. Die Hoffnung ist, dass diese „Barbarazweige“ …

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Erntedank

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Der Herbst färbt das Laub golden und rot. Es ist eine geschäftige Zeit, in der noch die letzten Ernten eingefahren werden, bevor allmählich Ruhe auf dem Feld und in der Natur einkehrt. Im September und im Oktober findet in Südtirol die Weinlese statt, von den Einheimischen „Wimmen“ genannt. Bis Oktober werden noch späte Apfelsorten, wie Granny Smith oder Morgenduft, Kastanien, späte Erdäpfelsorten und andere Früchte geerntet. Es ist eine Zeit der Freude, aber auch der Dankbarkeit. Allerorts werden Erntedankfeste und …

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„Keschtn“ –saisonaler Hochgenuss

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Wenn sich in Südtirol im Herbst das Laub golden und rot färbt und die Tage kürzer werden, dann haben die „Keschtn“ Saison. Edelkastanien, auch Maroni oder auf tirolerisch „Keschtn“ genannt, gedeihen besonders im Eisacktal, rund um den Kalterer See und im Etschtal. In vielen Orten wird die Kastanienzeit regelrecht zelebriert, z. B. bei den Kastanienwochen im Eisacktal, wo es rund um das Thema geführte Wanderungen, Konzerte und natürlich tolles Essen gibt. Die stattlichen Kastanienbäume können 500 bis 600 Jahre, im …

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An apple a day…

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… keeps the doctor away. Südtirol bzw. das nahegelegene Eisacktal sind bekannt für den Apfelanbau. Diese uralte Kulturfrucht erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und kann sich zwischen exotischen und ausgefallenen Obstsorten behaupten. Obwohl sich die meisten Sorten bei richtiger Lagerung sehr lange halten, ist der Herbst die beste Zeit, um die frisch geernteten Äpfel zu genießen. In der Region haben sich unzählige Spezialitäten und Köstlichkeiten entwickelt. Neben Kuchen und Süßspeisen, Apfelmus und -kompott werden auch als Saft, Apfelwein …

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Törggelen – so schmeckt der Herbst

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Im Herbst, zur Zeit der Weinlese, gibt es in Südtirol das Törggelen. Dabei wird der frische Traubensaft verkostet. Ausgiebig verkostet wird im Verlauf des Herbstes natürlich auch der junge Wein. Ursprünglich wurden alle Erntehelfer nach der Weinlese zu einem Festschmaus eingeladen, auch beim Essen und Trinken mussten schließlich alle fleißig zusammenhelfen… Das seltsame Wort „Törggelen“ kommt aber nicht von torkeln, sondern vom lateinischen Wort „torquere“ (pressen). Viele meinen, dieser Brauch habe seinen Ursprung im Eisacktal, wo die Winzer die Verkostung …

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Die Ladiner

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In Südtirol sind die tiroler Kultur und die italienischen Einflüsse nicht zu übersehen. Aber hier lebt noch eine kleine Volksgruppe mit einer eigenen Sprache und Tradition, nämlich jene der Ladiner. Ladinisch ist die älteste Sprache in Südtirol, sie entstand in der Antike aus einer Mischung aus dem Keltischen mit dem Latein der Römer. In der Zeit der Völkerwanderung wurde das Ladinische mehr und mehr zurückgedrängt. Nur in einigen entlegenen Dolomitentälern konnte es überdauern. Heute gibt es etwa 30.000 Menschen, die …

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